KW 51 Heimreise und erste Tage im gemauerten Zuhause
Unsere Heimreise von Meteora gestaltete sich langwieriger als erwartet. Seit nunmehr einem Monat demonstrieren die Bauern. Aufgrund von Tierseuchen mussten große Bestände an Ziegen und Schafen gekeult werden. Außerdem setzen Unwetterkatastrophen den Bauern zu. Sie fordern Unterstützung seitens der Regierung und um den Druck zu erhöhen, blockieren sie die Hauptverkehrsadern des Landes, die wichtigen Autobahnen. Auch uns trifft das nun und so müssen wir einen großen Teil der Strecke zwischen Meteora und Athen über Landstraßen zurücklegen. Aus geplanten gut drei Stunden Fahrt werden so knapp fünf. Da die Autorückgabe mittags erfolgen muss, starten wir früh und kommen so noch in den Genuss eines sonnigen Spazierganges zum Golf von Euböa, wo wir ein frühes Abendessen einnehmen.







Am kommenden Tag geht es ebenfalls früh aus den Federn – der Hoteltransfer ist für 6:00 Uhr bestellt. So haben wir viel Zeit am Airport für Kaffee und Zeitung, bevor der Flieger nach Hamburg abhebt und uns in unspektakulärem Flug nach Hamburg bringt. Von dort geht es deutlich abenteuerträchtiger weiter mit S-Bahn und Regionalbahn bis nach Flensburg. Wider Erwarten klappt jedes Umsteigen und wir erreichen den Bahnhof Flensburg überaus pünktlich, wo uns Sohn Markus schon erwartet. Wir genießen den Luxus von ausgiebigen heißen Duschen, einer eigenen Waschmaschine, beheiztem Fußboden und einem entspannten Schlaf ohne Sorge um den Anker oder heftiges Wetter in wenig geschützten Häfen. Die Tage bis Weihnachten vergehen wie im Flug mit Essenseinladungen, Wellnessgenuss, Wanderungen nach und durch Flensburg und
Weihnachtsvorbereitungen.











KW 52 Weihnachten zuhause
Am 4. Advent hat Barbara von der Familie nachträglich zum Geburtstag einen Familientag geschenkt bekommen. Bei Boßeln, Picknick am Strand und gemeinsamem Abendessen haben wir viel Spaß und berichten wir uns gegenseitig, von den wichtigen Erlebnissen und Begebenheiten der letzten Monate.








Am Heiligen Abend essen wir gemeinsam bei Sohn Markus zusammen mit Ersatzmama, Kindern, Schwiegersohn und dessen Familie. Zur Bescherung wechseln wir die Location in unsere Wohnung und genießen schöne Stunden im Kreis der Familie.






Zum ersten Feiertag sind wir bei Sohn Lukas zu einem überaus leckeren veganen Festtagsessen eingeladen. Die Zubereitung ist aufwendig, das Ergebnis überaus schmackhaft!






KW 1 und 2 Silvester und Zuhause-Projekte
Es folgen ein paar ruhige Tage mit Vorbereitung der Bootsarbeiten, vertrauten Wanderungen, etwas Gartenarbeit sowie einem Ausflug nach Sankt Peter Ording, bevor Silvester in kleiner Hausgemeinschaftsrunde bei Schweizer Raclette gefeiert wird.


























Wenn das Wetter es erlaubt, versuchen wir zu unseren Verabredungen zu wandern, um etwas im „Training“ zu bleiben. Im Januar gibt es beim Neujahrsempfang der Yachtclubs ein Wiedersehen mit vielen lieben Menschen aus dem heimischen Segelclub und wenige Tage später einen Diavortrag von uns über unsere Sommerreise mit der Jento. Die Auswahl der Fotos dafür fällt uns ziemlich schwer, aber wir genießen es, auf diese Weise die ganze Tour Revue passieren zu lassen.







KW 3 und 4 Wir schauen bei unseren spanischen Wohnungen nach dem Rechten
In Norddeutschland zieht der Schneewinter ein und uns zieht es in den Süden nach Spanien. Nachdem unsere „Perle“ (unsere geliebte Reinigungskraft) uns dort gekündigt hat, wollen wir nach dem Rechten sehen, einiges neu organisieren und wieder wandern. Tagsüber ist es überwiegend frühlingshaft warm, aber abends fallen die Temperaturen deutlich und wir kuscheln uns vor dem kleinen Gasofen ein. Wir genießen die Tage in bekannter Umgebung, erkunden auf unseren Wanderungen aber auch uns noch unbekannte Gebiete. Am Ende bekommen wir für einige Tage Besuch von Freunden und genießen neben schönen Gesprächen auch gemeinsam den einen oder anderen Sundowner.











































KW 5 bis KW 7 Organisatorisches, Freunde treffen, Abschiede
Der Blick in den Kalender zeigt kaum weiße Flecken: Arztbesuche müssen erledigt werden, Organisatorisches wie „TÜV“, Wohnungsverkauf, Ehrenamtseinsätze stehen an. Und natürlich wollen wir möglichst viele Freunde treffen. Von einigen müssen wir uns leider auch endgültig verabschieden. So erleben wir im Vergleich zu unserem sonst sehr durch ruhige Zweisamkeit geprägten Bootsleben, nun eine wahre Achterbahnfahrt der Stimmungen und Gefühle. Parallel bereitet Werner sich auf seinen Rückflug nach Griechenland vor, denn er möchte sich den anstehenden Bootsarbeiten zuwenden, während Barbara noch weitere 2 Wochen in Norddeutschland bleibt.



















KW 8 und 9 „Me – Time“
Jeder füllt und genießt diese Zeit auf seine Weise:
Werner:
Der Umbau des Energiesystems auf der Venga von herkömmlichen Batterien auf Lithium steht an. Per Paketversand wurden die Batterien und weiteres Equipment schon vor zwei Wochen auf die Reise geschickt. Alles, was zuhause vorbereitet werden konnte, ist erledigt. Mit zwei großen Koffern plus Handgepäck startet Werner nach Griechenland. Nach der Ankunft am Boot wird erstmals ausgepackt und gesichtet. Es sieht aus, als sei eine Bombe eingeschlagen. Überall stapelt sich Material. Schon am ersten Tag stürzt er sich in die Arbeit. Die alten Batterien müssen raus und die neuen im Batteriefach sicher verstaut werden. Da zusätzlich zur Umrüstung auch noch eine zusätzliche Batterie angeschafft wurde, muss die Starterbatterie an einen neuen Ort umziehen. Auch dort muss für eine sichere Verankerung gesorgt werden. Und dann geht es ans Verkabeln der Batterien und Komponenten – eine Arbeit, die Tage beansprucht. Aber das sind nicht die einzigen Bootsarbeiten, die anstehen. Es müssen Winschen wieder zusammengebaut und montiert, Toilettendichtungen getauscht und neue Raymarine Geräte eingebaut werden. Zwischendurch bleibt aber auch Zeit für ein paar Wanderungen mit Segelfreund Johan und Treffen mit der Community.






































Barbara:
Sie nutzt die Zeit, um sich mal wieder mit ihren Brüdern zu treffen, Konzerte zu besuchen, Spaziergänge an der vereisten Förde und über zugefrorene Seen zu unternehmen, sich mit Freundinnen zu treffen, an der Jahreshauptversammlung des Yachtclubs teilzunehmen und Zeit mit den Kindern zu verbringen. Als der Schnee verschwindet, geht es nochmals in den Garten für ein paar Rodungsarbeiten am Knick und dann ruft Griechenland.





















KW 10 Mit vereinten Kräften an die Restarbeiten
Noch ist Venga nicht bereit, wieder in See zu stechen. Es stehen diverse „ToDos“ auf der Liste. Und wenn man denkt, es sei etwas erledigt und die Liste wird kürzer, tun sich unerwartet neu Aufgaben auf. Werner finalisiert die Elektrik und stellt dabei fest, dass sich leider die beiden Batterien, die unser Bugstrahlruder und die Ankerwinsch versorgen, verabschiedet haben. Nach einigem Suchen findet er den Fehler, warum diese zeitweise nicht geladen wurden und so nun vor der Zeit getauscht werden müssen. Zum Glück hat der Chandler in der Marina passende Batterien vorrätig. Der beue Moskitoschutz will installiert werden. Dafür müssen an den richtigen Stellen Löcher gestanzt werden. Uns fehlt ein passendes Locheisen, aber in der Community findet sich eines.











Außerdem wollen die beiden Rollanlagen an Groß und Genua mal gewartet werden. Beide sind recht schwergängig. Das liegt zum einen daran, dass ihnen Fett fehlt, zum anderen bei der Genua aber auch an einem fehlerhaften Zusammenbau – das hätte auch schiefgehen können! Anschließend werden die neuen Fallen eingezogen und die Segel wieder angeschlagen.









Barbara erledigt parallel ein paar kleinere Aufgaben, baut Weinglashalter in den Weinschrank, befestigt einen neuen Halter für die Küchenrolle, klebt die mitgebrachten Abstandshalter an die Klobrille – nun lässt sich der Deckel darüber wieder schließen. und montiert die Stufen der Badeleiter Außerdem kümmert sie sich um die fehlenden Teakproppen auf der Scheuerleiste. Die alten Klebereste müssen ausgebohrt, die Bohrlöcher gereinigt, neue Proppen mit Epoxykleber eingesetzt und überstehende Proppen egalisiert werden. So vergeht die erste gemeinsame Woche im Hafen wie im Flug. Eine Woche geben wir uns noch, um die neuen Systeme im sicheren Hafen testen zu können, die restlichen Arbeiten abzuschließen und mit einem kurzfristig gemieteten Auto noch etwas die Umgebung zu erkunden.









