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#69 ..so haben wir uns das vorgestellt…

Die Temperaturen steigen, und auch die Sonne zeigt sich immer öfter. Zum Abschluss möchten wir unseren Gästen noch einmal zeigen, warum wir so gerne im Ionischen Meer segeln: malerische Hafenorte, ein mildes Klima, tiefblaues Wasser – und Sundowner in bester Gesellschaft.

Nachdem wir wieder zu zweit an Bord sind, nutzen wir die Zeit, um einige uns noch unbekannte Buchten zu erkunden und treffen dabei auch liebe Freunde wieder.

Samstag, 04.04.2026 – Kalamos – Vaty/Ithaka – 20 Seemeilen

Als wir die Augen öffnen, begrüßt uns Sonnenschein. Wir brauchen keine Heizung am Morgen und trinken den Morgenkaffee im Cockpit – so haben wir uns das mit unseren Gästen vorgestellt! Nur Wind gibt es am Vormittag nicht so richtig: 2-3 Knoten aus West, unserer Zielrichtung. So laufen wir unter Maschine bis zur kleinen Insel Atokos und ankern dort für das Frühstück in der „Schweinebucht“. Sie trägt den Namen eigentlich, weil man hier badende Schweine beobachten kann. Wir sehen allerdings keine, dafür aber Unmengen an Müll – also trägt sie den Namen aus anderem Grund zu Recht? In der Zeit vom 01.05. bis 31.10. ist das Segeln, Ankern, Schwimmen, Fischen und Anlanden in einer Entfernung von 300m um die Insel verboten. So früh in der Saison ist es erlaubt. Nach dem Frühstück setzt die Skipperin mit dem Dinghi über an Land und sammelt Müll – in der Hoffnung, dass der nächste Sturm nicht alles wieder verteilt. Um es mitzunehmen ist es nämlich viel zu viel! Unsere Gäste nutzen die Gelegenheit zum österlichen Anbaden bei 18 Grad – für sie seeehr angenehm, denn normalerweise wird zu Ostern in der Ostsee angebadet, bei deutlich niedrigeren Temperaturen. Skipper und Skipperin kneifen noch – Erkältung und bekennende Warmduscher werden als Gründe zähneknirschend akzeptiert.

Nach der Mittagspause geht es weiter nach Vathy/Ithaka. Der Wind hat weiter nachgelassen, also wieder Motorfahrt. Vathy wirkt heute wie eine italienische Hafenstadt. Die vielen gelben Häuser und roten Dächer leuchten in der tiefstehenden Sonne. Das Wasser ist erstaunlich klar und wir sehen deutlich mehr Sonnenschirme, die auf geöffnete Gastronomie hinweisen. In der großen Bucht ankern bereits zwei Boote und beide kennen wir gut: Callipyge II mit den Eignern Tim und Tarja aus Finnland sowie Isabelle af Wisby mit Eigner Johan. Wir laden alle auf einen Sundowner in das sonnige Cockpit der Venga ein und verbringen eine schöne Zeit mit Wiedersehensfreude, schönen Gesprächen, leckeren Getränke und ein paar Snacks. Insbesondere die Datteln im Speckmantel kommen gut an. Endlich können wir unseren Gästen den Griechenland-Vibe vermitteln, den wir hier so lieben.

Sonntag, 05.04.2026 Ithaka – Nydri – 16 Seemeilen

Die Nacht war super ruhig – kein Schwell, kein Plätschern. Wieder gibt es den Morgenkaffee im Cockpit und anschließend macht der Skipper den Dinghi-Shuttle, damit unsere Gäste den Ort auch aus der Nähe kennenlernen können. Heute ist „unser“ Ostersonntag, aber nicht für die Griechen. Für sie ist heute Palmsonntag (Kiriaki ton Vajion), das mit geschmückten Palmenzweigen und Blumenschmuck gefeiert wird. Das griechische Osterfest wird erst in einer Woche gefeiert und zu diesem Termin wollen offensichtlich viele Tavernen und Cafés öffnen. Überall wird geputzt und vorbereitet, Tische und Stühle frisch gestrichen und kleine Reparaturen durchgeführt. Einige Gastronomen sind schon bereit und haben ihre Stühle nach draußen gestellt. Die Griechen sitzen zum Vormittagskaffee und nach unserem Rundgang gönnen auch wir uns eine Kaffeepause, bevor es zurück zur Venga! geht. Leider endet der Urlaub unserer Gäste morgen und sie müssen am frühen Vormittag ab Nydri mit dem Leihwagen zum Flughafen aufbrechen. Also heißt es „Anker auf“. Mit einer ganz leichten Brise und mitsetzender Strömung treiben wir mit achterlichem Wind nur unter Genua aus der Bucht. Dank unserer finnischen Freunde gibt es davon sogar mal ein Foto.

Aber schon in der engen Ausfahrt verlässt uns der Wind und wir müssen „motoren“. Nachdem wir uns etwas aus dem Windschatten der Insel herausbewegt haben, ziehen wir versuchsweise den Gennacker hoch. Mal sehen, ob er mit der leichten Brise etwas anfangen kann, andernfalls wird er eben nur „gelüftet“. Ein paar Segelmeilen schaffen wir so, bevor der Wind wieder einschläft. Unter Maschine nähern wir uns dann einem im Meer schwimmenden Gegenstand. Wir vermuten Treibholz, aber beim Näherkommen entpuppt es sich als falsche Carettschildkröte. Es ist eine kleine, vielleicht 50cm groß und sehr scheu. Obwohl wir die Maschine stoppen und nur noch sanft dahintreiben, taucht sie ab. Aber dem Skipper ist doch noch ein Schnappschuss geglückt.

Später dreht der Wind auf West und frischt wieder auf – wir rollen Groß und Genua aus und können noch ein paar Meilen segeln, bevor wir in den Windschatten der Insel Lefkada einlaufen. Wir haben am gleichen Steg in Nydri um einen Platz für die Nacht angefragt und die Antwort erhalten, dass das für eine Nacht noch möglich ist – morgen kommen aber nun wirklich die Boote, die dort ihren Saisonplatz haben. Gegen Mittag müssen wir weg.

Den letzten Abend verbringen wir gemütlich quatschend im Salon, nach dem die Gäste mit ihrem Gepäck gekämpft haben. Denn es ist wie immer: auf dem Rückflug will es irgendwie nicht mehr so recht in die Taschen und Rucksäcke passen…

Montag, 06.04.2026 Nydri – Kastos-Beach – 18 Seemeilen

Nun ist endgültig der Abreisetag angebrochen. Mittlerweile haben wir eine gewisse Morgenroutine. Die Skipperin serviert Kaffee und Tee für alle. Heute werden parallel Stullen für die Rückreise geschmiert. Auf dem Weg zum Flughafen darf die Skipperin samt Schmutzwäsche noch ein kleines Stückchen mitfahren, bevor wir endgültig „Auf Wiedersehen“ sagen müssen. Wir haben uns gut verstanden an Bord, Venga! bot genug Platz und Komfort für alle und wir haben auch aus den Regentagen das Beste gemacht – schön war’s mit euch!

Nachdem die Wäsche gewaschen, das Frischwasser aufgefüllt und ein paar Fettflecken auf dem Teak (kleiner Olivenunfall) entfernt sind, legen wir ab. Tatsächlich beginnt sich der Steg nun zu füllen. Unser heutiges Ziel heißt Kastos, die kleinere „Schwester“ von Kalamos: etwas schmaler, etwas kürzer und deutlich flacher. Zum Ablegen herrscht mittägliche Flaute, aber nach knapp einer Stunde frischt der Wind auf. Erst weht er mit 6-9 Knoten aus SSW, später nimmt er sogar zu bis 16 Knoten und dreht westlicher. Unter voller Besegelung rauschen wir Richtung Süden und biegen an der Südspitze der Insel Kastos nach Osten ab. Unsere finnischen Freunde ankern im Hafenbecken, wir gehen in die benachbarte Bucht so nah wie möglich an den Strand. Noch sind keine Badebojen gesetzt, die uns daran hindern können. Wir liegen wunderbar und bis in den Ort ist es nicht weit. Aber erstmal brauchen wir eine Wohneinheit, dann einen Imbiss und dann sind wir bereit für eine erste Ortserkundung und einen anschließenden Sundowner auf der Callipyge II. Zurück geht es bei einsetzender Dunkelheit. Beim Verlassen des Bootes hatten wir noch kein Ankerlicht eingeschaltet, aber dank unseres solarbetriebenen Blinklichtes mit Dämmerungsschalter, ist Venga! gut auszumachen. Und an die kleinen mobilen Positionslichter für das Dinghi (Danke Stefan!), sind wir unterwegs auch für jeden gut auszumachen.

Dienstag, 07.04.2026 Kastos-Beach – Hafentag

Die Nacht war etwas „rollig“. Nachdem der Westwind nachts eingeschlafen war, blieb nur noch der Schwell aus Süd übrig und Venga! schaukelte gemächlich von steuerbord nach backbord. Die Skipperin stört das weniger, sie fühlt sich dann wie in einer Babywiege… Dem Skipper raubt das Schaukeln schon eher den Schlaf. Das Boot ist morgens nass vom Tau, aber auf die beiden GiTo-Sitze im Heckkorb scheint bereits länger die Sonne. Sie sind trocken und so genießen wir den Morgenkaffee auf dem Achterdeck, bevor wir zur Inselwanderung starten. Um drei Viertel der Insel führt ein Wanderweg mit mäßiger Steigung und auf der Südseite folgt Bucht auf Bucht, in der man ankern kann. Leider kommt aber auch hier im Winter mit Sturm und Welle der Müll heran. Wir schauen darüber hinweg und erfreuen uns eher an den Blumen. Insbesondere die Skipperin ist heute auf der Suche nach rosafarbenen Motiven, denn auf ihre gestrige Instagram-Story zum Thema „BLAU“, bekam sie den Kommentar, das sei in Griechenland ja kein schweres Thema, sie solle es doch mal mit „ROSA“ versuchen… Und sie hat Glück. Hier blüht es wunderschön in rosa!

Am Ende der Wanderung kommen wir durch den verschlafenen Hafenort Kastos, der sich vom Hafen an den Hängen hinaufzieht. Uns gefällt es hier. Irgendwie erinnert uns diese Insel an einige der verschlafenen Schären an der schwedischen Ostküste. Die Taverne oberhalb des Hafens und zu Füßen der Windmühle hat bereits Tische und Stühle auf der sonnigen Terrasse stehen. Wir nutzen die Gelegenheit für einen „Einkehrschwung“ und genießen Kaltgetränke (u.a. den ersten Frappé des Jahres) und einen Schnack mit den finnischen Freunden.

Hier geht’s zur Wanderung: https://www.komoot.com/de-de/tour/2870168757

Den Nachmittag verbringen wir bei Buch und Fotos im sonnigen Cockpit, bevor es zum Abendessen wieder zur Callipyge geht. Jede Crew trägt ihren Teil dazu bei. Bei uns sind es Wraps, bei den Finnen Koteletts aus dem Airfryer und Salat. Diesmal haben wir an Ankerlicht und Kajütbeleuchtung gedacht und können unser gemütliches Zuhause so die ganze Zeit im Auge behalten.

Mittwoch, 08.04.2026 Kastos-Beach – Mytikas-Beach – 7 Seemeilen

Genau wie gestern, sind die GiTo-Plätze schon von der Sonne getrocknet und erwarten uns mit unserem Morgenkaffee. Heute wollen wir nur 7 Seemeilen weiter nach Mytikas an den nächsten Ankerplatz. Dort wollen wir wandern, daher können wir nicht bis zum erst nachmittags erwarteten Wind warten und motoren mal wieder. Unsere finnischen Freunde folgen uns, denn sie haben dort ihren Leihwagen stehen. Das ist unsere Chance, denn die Wanderung zur Burgruine Varnakas wäre vom Ankerplatz aus etwas zu weit und so werden wir zum Startpunkt chauffiert und müssen nur den Rückweg zu Fuß bewältigen – was für ein Service! Über eine anfangs geteerte Straße geht es zügig bergan. Der Blick über das Meer, die Insel Kalamos bis nach Lefkada ist wunderbar, obwohl mit den steigenden Temperaturen, die Sicht weniger klar ist. Aber gerade diese Schattenrisse der hintereinander liegenden Inselsilhouetten sehen so hübsch aus. Unterdessen ist aus der Teerstraße ein Schotterweg geworden. Nach einiger Zeit entdecken wir einen schmalen Trampelpfad, der links in die Büsche führt. Am Ende schimmern alte Mauern durch die Büsche. Das muss die byzantinische Burgruine sein, die im 6. Jahrhundert hier errichtet wurde, um das Tal und die im Rücken liegende Schlucht zu überwachen. Hinweisschilder gibt es nicht, nur eine Art Ringmauer mit einigen Türmen ist erkennbar. Das Innere der Burg ist eine recht ebene Fläche, übersät mit Steinen und überwiegend niedrigem Bewuchs. Wir wandern ein Stück auf der Mauer entlang und durchqueren dann das Innere. Die Bedeutung dieser Ruine scheint nicht sehr groß zu sein und da sie auch noch abseits der Touristenströme liegt, ist sie nicht erschlossen. Aber wir mögen gerade solche Orte. Zurück auf dem Schotterweg, folgen wir ihm auf der Rückseite des Hügels wieder hinunter ins Tal.

Dort liegt ein breites Flussbett, in dem aktuell nur ein Bach fließt. Die großen toten Baumstämme zeugen davon, dass hier auch deutlich mehr „Musik“ drin sein kann. Die Skipperin zieht die Schuhe aus und watet über rundgeschliffene Steine durch das frische Wasser. Dem Skipper reichen zwei Sprünge von Stein zu Stein, um trockenen Fußes am anderen Ufer anzukommen. Der Weg verläuft nun neben dem Fluss durch die Schlucht, über der oben einst die Burg thronte. Der Fluss wurde an einem kleinen Wasserfall anscheinend früher gestaut. Dort sind die Reste von Wassermühlen sichtbar. Durch das Dorf Varnakas geht es nun sanft abwärts. Die nächsten 5 Kilometer führen uns durch Olivenhaine hinunter zum Meer. Venga! liegt noch brav an ihrem Platz, auch wenn der Wind nun aufgefrischt hat. Wir spazieren am Strand entlang zum Hafenstädchen Mytikas, wo unser Dinghi im Hafen vertäut auf uns wartet.

Bevor es aber zurück zum Boot geht, wollen wir noch einen Rundgang durch den kleinen Ort machen. Unsere finnischen Freunde haben uns die Fischtaverne am Strand empfohlen. Vor ein paar Tagen war sie noch geschlossen, aber wir haben Glück: seit gestern hat sie wieder geöffnet. Sie liegt malerisch am Ende des Ortes direkt auf einer kleinen Landzunge und fast schon IM Meer. Dieser Ort ist der Inbegriff griechischer Postkartenidylle: blaue Stühle, blaue Tische, blaue Fensterläden, eine blau-weiß-gestreifte Markise, weißer Kieselstrand, maritime Accessoires und jede Menge Katzen. Wir bestellen erstmal ein Kaltgetränk und bekommen als Beigabe des Hauses einen Korb mit Brot, eingelegte dicke Bohnen und kleine Stücke eines leckeren Fisches, der mit kleinen schwarzen Beeren garniert ist. Diese entpuppen sich als eingelegte kleine Weintrauben. Nicht so eingetrocknet, wie Rosinen, aber von der Größe vergleichbar. Nie wären wir auf die Idee gekommen, so etwas zu Fisch zu servieren, aber es schmeckt vorzüglich. Wir bestellen noch einen Teller Calamares (ebenfalls sehr lecker) und eine Portion Scampis. Letztere sind geschmacklich ebenfalls hervorragend, aber sie kommen in ihrer Schale und diese lässt sich äußerst schlecht entfernen. Wahrscheinlich waren sie tiefgefroren. Die Katzen freuen sich umso mehr, denn so bekommen sie nicht nur Scampiköpfe, sondern auch noch Schale mit „Restfleisch“. Völlig voll und zufrieden geht es zurück zum Boot.

Hier geht’s zur Wanderung: https://www.komoot.com/de-de/tour/2872811412

Donnerstag, 09.04.2026 Mytikas-Beach – Desimi-Beach/Lefkada – 13 Seemeilen

Die Skipperin konnte gestern kein Ende finden bei der Fotobearbeitung/-sichtung und kam erst nach Mitternacht in die Koje. Entsprechend spät findet sie morgens wieder heraus. Im sonnigen Cockpit sitzt der Skipper bereits bei der digitalen Morgenzeitung und grüßt mit „Mahlzeit“. Da es aber morgens sowieso meist keinen Wind gibt, macht das gar nichts. Da kann man ruhig den halben Vormittag mal verschlafen. Der Wind setzt ein, als wir gegen Mittag den Anker lichten. Er weht uns zwar auf die Nase, ist mit 10 Knoten, aber stark genug, dass wir unter Segeln aufkreuzen können. Venga! läuft so ohne Welle wie auf Schienen – das macht Spaß. Sowohl bei der Richtung als auch bei der Stärke fehlt allerdings die Konstanz. So dreht er munter zwischen Nordwest und Südwest hin- und her, nimmt mal auf 1,5 Knoten ab (Genua rein, Motor an), um nur 15 Minuten später unvermittelt mit 10-14 Knoten erneut zu wehen (Motor aus, Genua raus). Erst kurz vor unserer Zielbucht, rollen wir beide Segel wieder ein und fahren unter Maschine vorbei an unserem bereits hier ankernden Freund Johan. Zwei weitere Boote sowie eine (superhässliche) Superyacht ankern hier bereits. Aber die Bucht ist groß und tief. Wir fahren recht nah an den Strand ins türkisfarbene Wasser und haben immer noch 10 Meter Wassertiefe. Wir stecken 30m Kette und fahren den Anker gut ein, denn hier erreichen uns erstaunlich kräftige Windböen. Wir liegen zwar im Windschatten der Insel Lefkada, aber starke Fallwinde sorgen dafür, das Venga! ordentlich an der Ankerkette zerrt. Dabei springen auch hier die Böen aus wechselnden Richtungen von Südwest bis Nordwest ein. Zum spätnachmittäglichen Einlaufgetränk meldet sich der Ankeralarm. Venga! ist gedriftet. Wir geben noch mehr Kette und bleiben zur Sicherheit an Bord. Nur eine kurze Spritztour mit Johan in seinem Dinghi (mit „potentem“ Außenborder) unternehmen wir zu einer kleinen Grotte in Sichtweite. Abends schläft der Wind wie angekündigt ein und Venga! dümpelt mehr oder weniger über dem Anker. Einer ruhigen Nacht scheint nichts im Wege zu stehen.

Freitag, 10.04.2026 Desimi-Beach – Vlycho-Bay Ankerplatz – 4 Seemeilen

Uns umgeben recht hohe Berge und wir ankern nah am Strand. So erreicht uns die Sonne erst relativ spät. Das Deck ist von der Nacht taunass und so warten wir mit dem Aufstehen noch etwas… Nach dem Morgenkaffee fragt Johan, ob wir Lust auf eine Dinghi-Tour zur Erkundung kleiner Höhlen und einsamer Strände in der Nähe haben. Natürlich haben wir!

Nach dem Frühstück verlegen wir uns dann in die große Bucht von Vlycho. Luftlinie ist es nur eine Meile, aber auf dem Seeweg viereinhalb. Wir haben Glück, eine leichte Südbrise setzt ein und trägt uns sanft bis kurz vor Nydri. In der tiefen Bucht wird dicht geankert und die Brise kommt nun von vorn. An Segeln ist hier nicht zu denken, also Motorfahrt. Der Anker fällt auf 8m Wassertiefe vor dem Vlycho Yachtclub. Wir bringen die Räder von Bord, denn wir wollen nochmal zu den Wasserfällen von Nydri – diesmal mit Wasserschuhen, um bis zum Ende der Schlucht ggf. durch das Wasser waten zu können. Johan begleitet uns. Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel und die Temperatur liegt bei sommerlichen 22 Grad – herrlich. Mit dem Rad geht es bis zum Beginn des kurzen Wanderweges bei einem Café unter einer schattenspenden Platane. Auf dem Parkplatz stehen viele Autos. Heute ist griechischer Karfreitag und viele Griechen nutzen den arbeitsfreien Tag für einen Familienausflug. Als wir schließlich am Wasserfall ankommen, haben wir ihn dann aber tatsächlich für uns alleine. Die letzten anderen Besucher sind gerade wieder abgezogen.

Auf dem Rückweg kehren wir auf ein Getränk beim Café ein und radeln dann durch Nydri und entlang der Promenade zurück. Für den Abend haben wir uns zu einem Ausflug nach Lefkada Stadt verabredet. Tim und Tarja haben ein Auto und nehmen uns und Johan mit. Im Internet hatten wir recherchiert, dass es abends eine Karfreitag-Prozession geben soll. Vor Ort weiß allerdings niemand davon und man verweist uns auf Samstagmittag. Wir nehmen es gelassen und suchen uns für den Sundowner einen schönen Platz am Hafen, bevor es noch zu einem (längeren) Absacker mit Musikquiz auf die Venga! geht – wir haben viel Spaß dabei…

3 Kommentare

  1. Ach ja, kaum sind wir weg, wird das Wetter schön. Es ist, wie es ist. Schön wars. Und wer kann schon damut angeben, die Ionischen Inseln im Regen und der Sonne erlebt zu haben????.
    Und alles andere war Perfekt. Und so richtig nass sind wir ja auch nicht geworden (ausser am Wasserfall).
    Tolle Gastgeber, tolles Schiff und ich habe ewig nicht so gut geschlafen, wie in der Bugkajüte der Venga!.
    Euch weiter tolle Tage und Wind aus der richtigen Richtung.
    Bleibt Gesund!
    LG Heike & Thomas

    1. …tut uns ja leid, da hat sich irgendwie die Wetterbestellung verzögert… Aber ja, so richtig nass wurden wir nur beim Wasserfall – eine Woche später kamen wir trockenen Fußes bis zum Ende der Schlucht – ihr müssgt wohl nochmal wiederkommen…
      Liebe Grüße nach Brieselang mit Knutscher und Drücker
      Barbara und Werner

      1. Für das Wetter könnt ihr ja nix.
        Und wenn wir bei der Wetterbestellung das falsche Datun angeben……
        …selber Schuld(grins).
        Und wir kommen gern wieder. Diesmal mit Gesundheitszertifikat -versprochen(zwinker)!
        LG H&T

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